Verhindert die Postingsperre! (zurück)
(eingetragen von kartoffel am 27.02.2008 um 00:28 Uhr)

ich will nicht wieder so ne lange Zeit ohne Postings auskommen! Also erzähl ich einfach von dem (kleinen) Waldbrand den wir (die Feuerwehr Mering) löschten!
Gegen 11:50, ich war überraschenderweise entgegen meiner Gewohnheit bereits wach und am PC sitzend, empfing mein Mobiltelefon eine Kurzmitteilung vom Typ "Flash" (das sind SMS die direkt auf dem Display eingeblendet werden, falls das jemand nicht kennt). Voller Hoffnung warf ich einen Blick auf das Display und freute mich über den Text: "FFW Mering Alarm Schleife 214". Zwar hiess es einerseits, dass mein funkmeldeempfänger wieder mal nicht angesprungen war ( ca. jedes 4. mal versagt er, aber dafür hab ich ja zusätzlich sms alarmierung), anderseits hiess es: endlich mal wieder ein Einsatz! Glücklicherweise war ich bereits angezogen, wenn auch nur mit einem Jogginganzug. Ich stürmte zur Tür und zog meine Schuhe an, nahm die immer bereitliegenden Schlüssel vom Tisch und rannte die Treppe herunter. Unten entsperrte ich das türschloss meines Automobils und setzte mich auf den Führersitz (es heisst Führersitz, weil es ja auch Führerschein heisst), dann setzte ich den gelben Dachaufsetzter mit der Aufschrift "Feuerwehr im Einsatz" auf das Dach meines Automobils und schloss dessen Türe. Dann fuhr ich rückwärts aus der Parklücke und wendete. Dann gab ich ordentlich Gas und liess die Kupplung kommen. Die Reifen quietschten ordentlich, so dass der Mann, der mit seinem Dackel spazieren ging auf mich aufmerksam wurde. Rasch schaltete ich in den 2. Gang und beschleunigte bis ca. 40 km/h, nur um dann in den 3. Gang zu schlaten. Schnell hatte ich 60 km/h erreicht. Dabei missachtete ich die 30-er Zone in der ich mich befand, sowie die vier rechts-vor-links kreuzungen die folgten. Ein Kleinlaster wich mir an einer Engstelle zum Glück rechtzeitig aus. Am Stoppschild angekommen war vor mir ein Linksabieger an dem ich leider nicht ohne weiteres vorbeikam. Also machte ich ihn mit einem sanften und freundlichen Hupen auf meinen dringlichen Auftrag aufmerksam. Er machte mir unverzüglich Platz. Ich beschleunigte wieder und bog links ab um den Berg herunter zufahren. wie immer an dieser Stelle gaben mir meine Stossdämpfer zu verstehen, dass die Gemeinde den Bordstein hier etwas mehr absenken sollten! Unten an der Hauptstrasse angekommen hatte ich Glück: freie Bahn! Ich bog sofort wieder links ab und raste die kurvenreiche Boutevillestrasse entlang, vorbei am ehemaligen Feuerwehrhaus. Auch hier hatte ich Glück die Strasse war frei und ich konnte die Kurven schneiden, wie es mir beliebte. Beim letzten mal abbiegen hatte ich etwas zu viel Schwung, was mir meine Reifen mit ihrem lieblichen Gesang vermittelten. Von da an beschleunigte ich noch einmal kräftig auf der weitgehend geraden Strecke zum Feuerwehrhaus. Eine Einsatzkraft auf dem Fahrrad strampelte sich gerade vor mir ab. Bei 70km/h musste ich wieder bremsen um nicht wieder in die Hecke am Feuerwehrparkplatz zu fahren. Ich bekam es ganz gut hin. Als ich stand zog ich den Schlüssel ab, verliess mein Auto und sperrte es ab. Dann rannte ich in die Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses. Dort waren noch alle Fahrzeug, was hiess, dass ich eine gute Zeit gefahren war, obwohl um die Mittagszeit eh weniger Leute kommen. Ich lief zu meinem Spind, entledigte mich derselben Schuhe die ich erst vor 2 Minuten angezogen hatte, und stieg in die Stiefel-Hosen-Kombination, zog diese an und bemerkte dass sich ein Träger der Hose zwischen meinen Beinen verfangen hatte. Um Zeit zu sparen ignorierte ich diesen Umstand und zog lieber meine Jacke an. Als ich den Helm aufsetzen wollte bemerkte ich, dass es nicht meiner war, sondern der aus dem Nachbarspind. Also legte ich ihn wieder ab und bemerkte, dass auch die Jacke nicht meine warund legte diese ebenfalls ab. dann griff ich meine Jacke, zog sie an, meinen Helm, setzte ihn auf und meine handschuhe. Kurz überlegte ich, ob ich den Hakengurt (umgangsprachlich: Wampenriemen) auch anlegen sollte, entschloss mich aber dagegen, da ich durch meinen Garderobenfauxpas bereits zu viel Zeit verloren hatte, noch immer waren alle Ausrückenden Fahrzeuge in der Halle. Also ging ich zum ersten ausrückenden Fahrzeug, dem TLF16, das gerade im Anfahren begriffen war. jemand öffnete die Tür und sagte " Wir sind voll nimm das nächste!". Ich hatte verstanden! Ich drehte um und ging zum zweiten ausrückenden Fahrzeug, dem LF16 und setzte mich in die Mannschaftskabine. Ich war noch allein, der Maschinist ( auch: Fahrer) kam gleich hinzu. Kurze Zeit später kam ein zweiter Mann dazu. Uns fehlte noch der wichtige Gruppenführer, der aber auch bald hinzustiess und wir fuhren los. mit 4 Mann in einem Fahrezug das standardmäßig mit 6 besetzt wird. Bisher wusste keiner in unserem fahrezug, was überhaupt los war. Über Funk erfuhren wird, dass es sich um einen Waldbrand zwischen Baierberg (gehört zu Mering) und Hochdorf handeln soll. Also fuhren wir den langen Weg nach Baierberg durch Mering mit Blaulicht und Martinshorn. Ich war erleichter, dass es sich um einen Waldbrand handelt, denn hätte es sich um einen Hausbrand gehandelt hätte ich mich in das Gesäß gebissen, weil ich meine Atemschutzausbildung erst halb beendet habe (Samstag ist Prüfung) und dass ist Vorraussetzung als Angriffstrupp in ein brennendes Gebäude vorzurücken. Nunjanach längerer Fahrt waren wir am EInsatzort angekommen und sahen es qualmen. Inzwischen waren auch die Feuerwehren Ried und Baindlkirch hinzugestoßen. Nach der Erkundung durch den Zugführer kamen unsere beiden Fahrzeuge, die auf Warteposition waren nach. es wurde noch überlegt ob unser nagelneuer GW-L nachrücken soll um eine lange Schlauchleitung in den Wald zu legen, jedoch wurde schon bald "Feuer aus" gemeldet und es mussten nur noch Nachlöscharbeiten geleistet werden. Die Feuerwehren Ried und Baindlkirch mussten wieder abrücken ohne überhaupt aus ihrenm Fahrzeug gestiegen zu sein. Löschgruppe Baierberg half uns die Wasserversorgung mittels "Güllefässer" aus denen wir ansaugen konnten sicherzustellen. Derweil kam unser Ehrenkommandant mit dem Gemeindemobil nach, dass dann im Matsch stecken blieb, dass wir dann mit nem Traktor rausziehen mussten. Naja und das wars größtenteils. Ne Stunde später waren wir wieder im Feuerwehrhaus und wuschen die ganzen dreckigen Sachen vom Einsatz. Hier entsprechendes Bildmaterial:




Kindlicher Schreibstil, gehobene Wortwahl und Überlänge sind teilweise Beabsichtig :hypf:

Tags: Feuerwehr

(9 Kommentare vorhanden)
Kommentar von anarchorik (am 27.02.2008 um 09:49 Uhr)
da sieht mensch, daß sich die vier(?) Jahre Literarisches Gestalten gelohnt haben.
Kommentar von leine (am 27.02.2008 um 18:08 Uhr)
nur hilft das nicht, korrekte links zu setzen :evil:
Kommentar von KArtoffel (am 27.02.2008 um 19:30 Uhr)
Ich weiss nicht wovon du sprichst? :biggrin:
Kommentar von leine (am 27.02.2008 um 22:12 Uhr)
tja, inzwischen ist der Link ja schon korrigiert (Nach dem Motto: Melden, Abwarten und :coffee: )
Kommentar von Quark (am 01.03.2008 um 01:43 Uhr)
So jetzt hab ich den Post auch endlich mal ganz durchgelesen, also bis zum ende (!) ... schöner Erzählfluss ... aber ich muss leider sagen: ziemlich kindlicher Schreibstil, unglaublich gehobene Wortwahl und Überlänge sind zu kritisieren! :hypf:
Kommentar von Quark (am 01.03.2008 um 01:44 Uhr)
War natürlich nur Spaß! Um meinen dritten Comment in Folge zu bestreiten ... :ugly:
Kommentar von flo (am 03.03.2008 um 00:32 Uhr)
Muharr, ich habe endlich auch die langersehnte Langeweile gefunden, um solch einen überlangen Beitrag zu lesen - auf jeden fall sehr geiler Schreibstil xD
Kommentar von anarchorik (am 03.03.2008 um 15:01 Uhr)
hey, quark:

schreib doch mal ne rundmail wegen lit-essen... wenn du schon nix zu tun hast und hier dreifach comments posten mußt... =;-))

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